Fahrradfreundlicher Kreis Borken
Lutz Lienenkämper, Minister für Bauen und Verkehr des Landes NRW, hat die Stadt Bocholt, die Gemeinde Reken und den Kreis Borken am 14. Okt. 2009 mit dem Siegel "fahrradfreundlich" ausgezeichnet. Im Borkener Kreishaus unterzeichnete er die Urkunden und übergab gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS), Christine Fuchs, die dazugehörigen Schilder. Bereits im Sommer hatten alle drei Kommunen ihre Fahrradfreundlichkeit beim Besuch der Bewertungskommission unter Beweis gestellt.
"Die Radverkehrsförderung in Bocholt, Reken und im Kreis Borken ist vorbildlich zu nennen", betonte Minister Lienenkämper. Dabei verwies er auf den kontinuierlichen Bau neuer Radwege, Angebote wie die FreizeitFietsenBusse und eine vorbildliche Verkehrserziehung. In Bocholt hob er unter anderem die umfangreichen Absenkungen von Bordsteinen hervor, in Reken das dichte Netz an Schutzhütten. "Es gibt kaum noch was, was Sie besser machen können", so Lienenkämper. Er unterstrich, dass der Radtourismus im Münsterland ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor sei, an dem etwa 6000 Arbeitsplätze hingen.
Die Auszeichnung bedeutet die Aufnahme von Bocholt, Reken und dem Kreis Borken in die AGFS, der zurzeit 46 Städte, zehn Kreise und drei Gemeinden in NRW angehören. Sieben Jahre lang dürfen sich die Mitglieder mit dem Siegel "fahrradfreundlich" schmücken, dann müssen sie sich einer erneuten Überprüfung stellen.
Landrat Gerd Wiesmann kündigte an, dass in Zukunft noch weitere Kommunen aus dem Kreis an die Tür der AGFS klopfen werden. "Denn, dass wir die Bedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer noch weiter verbessern möchten, ist Konsens in der kommunalen Familie des Kreises Borken." Bocholts Bürgermeister Peter Nebelo versprach, dass sich die größte Stadt im Kreis aktiv in die AGFS einbringen werde und sich dafür einzusetzen, dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad auch für alltägliche Wege nutzen. "Denn jeder Weg, der mit dem Rad und nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, ist ein guter Weg", so Nebelo. Rekens Bürgermeister Heiner Seier freute sich über die "Doppelauszeichnung" seines Ortes als einzelner Bewerber und als Teil des Kreises Borken. Er versprach, weiter an der Fahrradfreundlichkeit zu arbeiten. "Durch viele Maßnahmen werden wir das auch nach außen dokumentieren".
Das Radfahren ist im Westmünsterland bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt. In wohl kaum einer Region wird so viel Rad gefahren wie im Kreis Borken. Überdurchschnittlich viele Menschen nutzen das Fahrrad sowohl im Alltagsverkehr als auch in der Freizeit. Der Kreis Borken unternimmt viel, um das Radfahren attraktiver und sicherer zu gestalten. Zu nennen sind hier vor allem
- Radwege-Neubau und -Unterhaltung
jährliche Investitionen von 500.000 EUR bis 1 Mio. EUR, kontinuierliche Radweginspektion und umgehende Beseitigung festgestellter Schäden sowie zweimal jährlich Wartung und Pflege der Radwegweisung an kommunalen Straßen - Verkehrserziehungsarbeit
Verkehrserziehungsarbeit in Kindergärten und Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei, Wettbewerb "Könner auf zwei Rädern", Verkehrsmobil, Fahrradprüfungen, Veranstaltung "Mobil im Alter" (www.kreis-borken.de/kreisverwaltung/aufgabenbereiche/auto-und-verkehr/verkehrssicherheit/mobil-im-alter-aber-sicher.html) - Fietsenbusse
mobil mit Bus und Fahrrad durch den Kreis Borken - vollständiges Netzt verbindet alle Städte und Gemeinden für den Freizeitverkehr am Wochenende (www.freizeitfietsenbusse.de) - Fahrradstationen
in Bocholt und Gronau - Fahrradfreundlicher Arbeitgeber
Dienstfahrrad, Teilnahme an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" (http://www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/) - Radsport
Isselburg - grenzüberschreitende Runde von Gendringen
Bocholt - Rund um den Gaskessel
Rhede - Citynacht
Stadtlohn - Nachtuhlenrennen
Im Jahre 2008 wurde der Münsterland-Giro im Kreisgebiet ausgetragen. - Fahrradevent
Am 18. Juli 2010 wird erstmals der Fietsensonntag auf autofreien Straßen zwischen Borken-Gemen und Stadtlohn stattfinden. Der Aktionstag mit vielen Mitmachangeboten und Informationsmöglichkeiten bietet auch Gruppen und Familien die Möglichkeit, die Landschaft des westlichen Münsterlandes auf entspannte Weise zu genießen und mit Gleichgesinnten zu radeln.
Für die Zukunft hat sich der Kreis Borken zum Ziel gesetzt, das Radfahren noch mehr zu fördern, um
- die Mobilität für alle Alters- und Personengruppen zu verbessern,
- die Gesundheit zu stärken,
- die touristische Attraktivität und den Freizeitwert der Region zu erhöhen,
- die Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge zu senken und
- die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen.
Weitere Informationen zum Radfahren im Kreis Borken erhalten Sie unter
www.tourismus-kreis-borken.de/radfahren.html







