Dioxin-Problematik
Pressemeldung Kreis Borken vom 21.01.2011
Kreis Borken hebt die am vergangenen Freitag ausgesprochene Sperrung eines schweinehaltenden Betriebes auf / Keine Überschreitung der Grenzwerte
Der am vergangenen Freitag (14.01.2011) gesperrte schweinehaltende Betrieb ist heute (21.01.2011) wieder freigegeben worden. Das teilt der Fachbereich Tiere und Lebensmittel der Borkener Kreisverwaltung mit.
Dieser Betrieb hatte Futtermittel erhalten, die möglicherweise mit Dioxin belastet waren. Der Verdacht bestätigte sich nun aber nicht. Die Untersuchungsergebnisse bei einem Ferkel und sechs Schlachtschweinen wiesen keine Grenzwert-Überschreitungen aus. Zudem wurden mehrere im Betrieb des Futtermittelherstellers gelagerte Rückstellproben u.a. von Ferkelaufzuchtfutter auf Dioxin untersucht. Auch hier lagen die Gehalte unter dem für Futtermittel geltenden Höchstwert.
Pressemeldung Kreis Borken vom 17.01.2011
Kreis hebt Sperrung eines schweinehaltenden Betriebes auf / Dioxinwerte in Fleisch und Futtermittel lagen deutlich unter den Grenzwerten / Aktuell ist noch ein Hof im Kreis Borken gesperrt
Der Kreis Borken hat heute (17.01.2011) die Sperrung eines schweinehaltenden Betriebs aufgehoben. Der Hof war seit dem 7. Januar gesperrt, da er möglicherweise mit Dioxin belastete Futtermittel aus Niedersachsen erhalten hatte. Laboruntersuchungen haben nun gezeigt, dass der Dioxingehalt sowohl in der Futtermittelprobe als auch im untersuchten Schweinefleisch deutlich unter den Grenzwerten lag.
Weiterhin bestehen bleibt die am Freitag (14.01.2011) ausgesprochene Sperrung eines weiteren schweinehaltenden Betriebs, der möglicherweise mit Dioxin belastete Futtermittel erhalten hatte. Hier laufen die Laboruntersuchungen. Mit Ergebnissen rechnet der Kreis Borken frühestens Ende dieser Woche. Vor der Sperrung hatte der Betrieb Ferkel an vier Mastbetriebe, zwei im Kreis Borken und zwei im Kreis Coesfeld, geliefert. Diese dürfen die Tiere nicht schlachten lassen, bevor die Analysen abgeschlossen sind.
Pressemeldung Kreis Borken vom 14.01.2011
Kreis Borken sperrt Betrieb, der möglicherweise mit Dioxin belastetes Futter verwendet hat. Schlachtprobe soll Belastung klären / Insgesamt sind im Kreis Borken zurzeit zwei Betriebe gesperrt.
Am Freitag (14.01.2011) hat der Kreis Borken einen schweinehaltenden Betrieb gesperrt, der im November und Dezember 2010 mit möglicherweise dioxinbelastetem Futter beliefert worden war. Das Futter war in Niedersachsen produziert worden. Da von dem betroffenen Futter keine Restbestände im Betrieb vorhanden sind, soll in der kommenden Woche eine Schlachtprobe klären, ob das Fleisch der Tiere verwendet werden kann. Der Betrieb hat das Futter nur an Ferkel verfüttert hat, sodass noch kein Fleisch der betroffenen Tiere in den Handel gekommen ist.
Damit sind im Kreis Borken zurzeit zwei schweinehaltende Betriebe gesperrt. Der zweite Hof hatte ebenfalls Futtermittel, das möglicherweise belastet sein könnte, von einem Hersteller aus Niedersachsen bezogen. Hier stehen die Analyseergebnisse der Futtermittel und einer Schlachtprobe noch aus. Deshalb dürfen aus diesem Betrieb seit dem 7. Januar keine Tiere verbracht werden.
Pressemeldung Kreis Borken vom 08.01.2011
Kreis Borken konnte am Samstag (08.01.2011) 37 der 38 gesperrten schweinehaltenden Betriebe wieder freigeben
Grund: Keine über dem Grenzwert liegende Belastung im Futtermittel und im Fleisch geschlachteter Schweine. Am Samstag (08.01.2011) konnte der Kreis Borken die am 4. Januar gesperrten schweinehaltenden Betriebe im Kreisgebiet endgültig wieder freigeben. Nachdem bereits am Freitag (07.01.2011) ein erster Hof freigegeben worden war, folgte heute die Aufhebung der Sperrung der 37 weiteren Betriebe. Diese insgesamt also 38 Betriebe waren von einem Futtermittelhersteller aus dem Kreis Borken beliefert worden, der wiederum für seine Produktion Fettsäuren aus Schleswig-Holstein bezogen hatte. Grund für die Freigabe: In den zwischenzeitlich vorgenommenen Untersuchungen wurde keine über dem Grenzwert liegende Belastung im Futtermittel und im Fleisch geschlachteter Schweine festgestellt.
Bestehen bleibt noch die am Freitag (07.01.2011) ausgesprochene Sperrung eines schweinehaltenden Betriebes im Kreis Borken, der Futtermittel, das möglicherweise belastet sein könnte, von einem Hersteller aus Niedersachsen bezogen hat. Aus diesem Betrieb dürfen bis auf weiteres keine Tiere verbracht werden, da die Analyseergebnisse der Futtermittel noch nicht vorliegen.
Pressemeldung Kreis Borken vom 07.01.2011
Sperrung eines Schweinemastbetriebes im Kreis Borken aufgehoben, da bei Schlachtbefund Dioxingehalt im Schweinefleisch deutlich unter zulässigem Grenzwert lag
Es bleibt aber bei der Sperrung von 38 Höfen im Kreis Borken, da ein heute (07.01.2011) ein neuer Betrieb hinzugekommen ist
Die Sperrung eines der 38 gesperrten landwirtschaftlichen Betriebe mit Schweinemast im Kreis Borken konnte heute (07.01.2011) aufgehoben werden. Der Dioxingehalt des zwischenzeitlich beprobten Schweinefleisches dieses Hofes lag deutlich unter dem zulässigen Grenzwert von 1,0 pg/g Fett: Vorgefunden wurden 0,18 pg/g Fett. Allerdings kam heute im Kreis Borken eine neue Sperrung dazu, da ein schweinehaltender Betrieb Futtermittel, das möglicherweise belastet sein könnte, von einem Hersteller aus Niedersachsen bezogen hat. Es bleibt damit bei der Gesamtzahl von derzeit 38 gesperrten Betrieben im Kreis Borken.
Zum Hintergrund:
Vorsorglich hatte der Kreis Borken am 4. Januar 2011 auf Anweisung des Landes 38 schweinehaltende Betriebe im Kreis Borken „gesperrt“. Diese Höfe waren von einem Futtermittelhersteller aus dem Kreis Borken beliefert worden, der wiederum für seine Produktion Fettsäuren aus Schleswig-Holstein bezogen hatte. Aus den noch gesperrten Betrieben dürfen bis auf weiteres keine Tiere verbracht werden., da die Analyseergebnisse der Futtermittel noch nicht vorliegen.
Pressemeldung Kreis Borken vom 04.01.2011
Vorsorglich werden von einem Futtermittelhersteller aus dem Kreis Borken belieferte Höfe „gesperrt"
Dieser Hersteller hatte Fettsäuren aus Schleswig-Holstein bezogen – ob Dioxin-Grenzwert tatsächlich überschritten war, steht aber noch nicht fest
Vorsorglich hat jetzt der Kreis Borken auf Anweisung des Landes 38 landwirtschaftliche Betriebe im Kreis Borken „gesperrt". Darüber hinaus unterliegen ab sofort auch zwei Höfe im Kreis Kleve der „Sperrung". Ganz überwiegend handelt es sich dabei um schweinehaltende Betriebe. Grund für diese Maßnahme ist, dass die Höfe von einem Futtermittelhersteller aus dem Kreis Borken beliefert wurden, der wiederum für seine Produktion Fettsäuren aus Schleswig-Holstein bezogen hatte. Aus den „gesperrten" Betrieben dürfen nun bis auf weiteres keine Tiere verbracht werden.
Der Kreis Borken weist ausdrücklich darauf hin, dass bislang noch keine Befunde zur Dioxinbelastung der Fettsäuren und der damit hergestellten Futtermittel vorliegen. Weil noch nicht feststeht, ob Dioxin-Grenzwerte überschritten wurden, habe das Land aus Vorsorgegründen die Sperrung der Betriebe angeordnet. Sobald die Untersuchungsergebnisse vorliegen, werde über das weitere Vorgehen entschieden.
Zum Hintergrund:
Das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz (LANUV) ist für die Kontrolle der gewerblichen Futtermittelunternehmen in NRW zuständig, die Kreisverwaltung Borken für die landwirtschaftlichen Betriebe ihres Gebietes.
Pressemeldung Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 04.01.2011
Verbraucherschutzministerium veröffentlicht die Nummern der betroffenen Dioxineier
Wie Minister Remmel heute bei seinem Besuch im Untersuchungsamt Münster angekündigt hat, werden die Stempelnummern der mit Dioxin belasteten Eier von Höfen in Nordrhein-Westfalen im Internet veröffentlicht: „Es ist unsere Pflicht die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, welche Eier belastet sind. Anhand der Stempelnummer auf den Eiern kann der Verbraucher nachvollziehen, ob er mit Dioxin belastete Eier gekauft hat oder nicht. Dann kann er entscheiden, ob er diese Eier noch verzehren oder entsorgen möchte.“
Die möglicherweise belasteten Eier wurden zuletzt am 23. Dezember 2010 verkauft.
Betrieb 1:
XL- Eier mit der Stempelnummer 2-DE-0513912 (MHD bis spätestens 20.01.2011).
Betrieb 2:
Eier mit der Stempelnummer 3-DE-0514411 (MHD bis spätestens 20.01.2011).
Bei Eiern mit dieser Stempelnummer sind nur die Eier mit brauner Färbung betroffen. Weiße Eier mit dieser Stempelnummer sind nicht mit Dioxin belastet.
Bisher sind in Nordrhein-Westfalen zwei Legehennen-Betriebe identifiziert worden, von denen nachweislich Eier in den Verkehr gebracht wurden, die bei Untersuchungen den Grenzwert für Dioxin überschritten haben. Die Landwirte haben unwissentlich mit Dioxin verunreinigtes Futter an ihre Tiere verfüttert, aber tragen nun die Konsequenzen für das Fehlverhalten Dritter.
Werden im Einzelfall betroffene Lebensmittel verzehrt, so ist davon auszugehen, dass bei geringem Verzehr von belasteten Produkten keine akuten Gesundheitsgefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen. Allerdings haben Dioxine in Lebensmitteln nichts zu suchen.
Antworten auf häufig gestellte Fragen:
Welche Maßnahmen werden ergriffen?
In Nordrhein- Westfalen sind aus Gründen des vorsorglichen Verbraucherschutzes sämtliche Betriebe, die möglicherweise verunreinigtes Futter verfüttert haben, gesperrt worden. In den Betrieben werden Proben genommen und untersucht. Futtermittel wurden sichergestellt und ebenfalls Untersuchungen eingeleitet.
Werden Überschreitungen von Dioxin oder anderen Rückständen festgestellt, werden die entsprechenden Lebensmittel vom Markt genommen. Betroffene Lebensmittel werden bis in die Supermarktregale verfolgt und aus dem Verkehr gezogen.
Werden die betroffenen Betriebe veröffentlicht und können Sie die Stempelnummern der entsprechenden Eier mitteilen, damit ich bereits gekaufte Lebensmittel überprüfen kann?
Um dem Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit zu geben, Eier aus betroffenen Betrieben zu erkennen und auf den Verzehr zu verzichten, werden die Stempelnummern auf den betroffenen Eiern auf der Homepage des Verbraucherschutzministeriums veröffentlicht.
Ich habe vielleicht Dioxin belastete Eier gegessen, ist meine Gesundheit gefährdet?
Werden im Einzelfall betroffenen Lebensmittel verzehrt, so ist davon auszugehen, dass bei geringem Verzehr von belasteten Produkten keine akuten Gesundheitsgefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen. Allerdings haben Dioxine in Lebensmitteln nichts zu suchen.
Informationen zu Dioxinen in Lebensmittel sind zu finden auf den Internetseiten des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) unter www.bfr.bund.de.
Weitere Informationen zur Situation in Nordrhein-Westfalen und die Stempelnummern der belasteten Eier sind zu finden unter www.umwelt.nrw.de.

