Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)

Privatsphäre-Einstellung

Wir verwenden auf dieser Website Cookies, die für den Betrieb der Website notwendig sind und deshalb auch nicht abgewählt werden können. Wenn Sie wissen möchten, welche Cookies das sind, finden Sie diese einzeln im Datenschutz aufgelistet. Unsere Webseite nutzt weiterhin externe Komponenten (Youtube-Videos, Google Analytics), die ebenfalls Cookies setzen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Google Translate

Mit Google Translate kann kreis-borken.de in andere Sprachen übersetzt werden. Wenn Sie eine Sprache auswählen, rufen Sie Inhalte auf Google-Servern ab. Der Kreis Borken hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung Ihrer Daten durch Google. Wenn Sie nicht möchten, dass Ihre Daten an Google übermittelt werden, schließen Sie dieses Fenster mit einem Klick auf "X".

07. April 2026

„Fairtrade-Kreis“ Borken:

Steuerungsgruppe nimmt Fördermöglichkeiten für „faire Aktivitäten“ und die „FaireKITA“ in den Fokus

Der Kreis Borken ist als "Fairtrade-Kreis" zertifiziert.

Die Themen „finanzielle Unterstützung fairer Aktivitäten in den Kommunen sowie ‚Faire KITA‘ standen jetzt auf der Agenda des Treffens der Steuerungsgruppe des Fairtrade Kreises Borken. Hinsichtlich bestehender Fördertöpfe informierte Steuerungsgruppenmitglied Beate Steffens, Promotorin für das nördliche Münsterland und Geschäftsführerin des Vereins „Aktion Humane Welt e. V., insbesondere zu den verschiedenen Möglichkeiten, um ausgewählte Veranstaltungen sowie sonstige Formate auf lokaler Ebene finanziell zu unterstützen. So können beispielsweise Vereine, Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten sowie deren Fördervereine und gemeinnützige Akteure mit Sitz in Deutschland oder Nordrhein-Westfalen (je nach Förderprogramm), die sich mit entwicklungspolitischen Themen beschäftigen, eine finanzielle Unterstützung für Informationsveranstaltungen, Tagungen, Ausstellungen, Aktionstage, Seminare, Workshops und vieles andere beantragen.

Zum Thema „Faire KITA“ waren für einen fachlichen Impulsbeitrag Tamara Kaschek und Theresa Holzer-Kämper von der Projektstelle „FaireKITANRW“ eingeladen. Diese berät und begleitet Einrichtungen für Kinder in Nordrhein-Westfalen, unter anderem auf dem Weg zur Auszeichnung als „FaireKITA“. „Kinder sind neugierig auf die Welt – und globale Themen wie Handel, Konsum und Gerechtigkeit sind längst im Kita-Alltag angekommen. Das zeigen die Fragen, die immer wieder gestellt werden, wie zum Beispiel: Woher kommt die Banane? Was bedeutet fair? und: Wer macht eigentlich unsere Schokolade?, erläuterte Tamara Kaschek. Theresa Holzer-Kämper ergänzte: „Der Faire Handel bietet vielfältige kindgerechte Anknüpfungspunkte für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung und für Globales Lernen. Dabei lernen die Kinder unsere Welt aus verschiedenen Perspektiven kennen, sie als ‚Eine Welt‘ zu begreifen und entwickeln ein Verständnis für globale Zusammenhänge, Gerechtigkeit und unsere gemeinsame Verantwortung.“

„FaireKITANRW“ stellt interessierten Kindertageseinrichtungen Bildungsmaterialien zum Thema „Fairer Handel“ bereit, darunter Bildungsmodule, Ausstellungen und Hintergrundbroschüren. Zudem stehen Fortbildungen, Vernetzungstreffen und Projektvorstellungen für pädagogische Fachkräfte zur Verfügung.

Als „FaireKITA“ bewerben können sich Einrichtungen für Kinder jeglicher Art – von Kindertagesstätten, Kindergärten, Familienzentren bis hin zu Elterninitiativen. Auch Träger können sich auszeichnen lassen. Für den Titel müssen insgesamt fünf Kriterien erfüllt sein: Gremienbeschluss, „Faires Team“, Verwendung von Fairen Produkten, Bildungsarbeit zum Fairen Handel und Öffentlichkeitsarbeit. Mehr Infos dazu auch unter: https://www.faire-kita-nrw.de/.

Darüber hinaus wurden bei dem Treffen der Steuerungsgruppe Informationen aus den einzelnen kreisangehörigen Kommunen ausgetauscht und Ansätze für weitere Aktionen im Bereich „Fairtrade“ vorgestellt.

Zwei Jahre nachdem der Kreis Borken erstmals als „Fairtrade Town“ ausgezeichnet wurde, hat der Kreis Borken nun einen Antrag auf Re-Zertifizierung beim Fairtrade Deutschland e. V. eingereicht. Die erforderlichen fünf Kriterien werden auch weiterhin erfüllt. Das heißt unter anderem, dass die Kreisverwaltung ausreichend Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe in der Region fand, die (mindestens zwei) Fairtrade‐Produkte anbieten. Außerdem müssen sich Glaubensgemeinschaften, Schulen und Vereine an dem Projekt mit eigenen Bildungsaktivitäten und Produktvermarktungen beteiligen. Mit dankenswerter Unterstützung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden ist dies wieder gelungen. Dies teilte Caren Heidemann aus der Stabsstelle des Kreises Borken mit. Eine offizielle Entscheidung ist innerhalb der kommenden Wochen zu erwarten.     

Zum Hintergrund:

„Fairtrade-Towns“ setzen sich verstärkt auf lokaler Ebene für fairen Handel ein und unterstützen damit die weltweite Kampagne. Die Fairtrade-Standards umfassen soziale, ökologische und auch ökonomische Kriterien, um eine nachhaltige Entwicklung der Produzentenorganisationen in Ländern des globalen Südens (Afrika, Asien und Lateinamerika) zu gewährleisten. Diese Standards sind insbesondere folgende:

  • geregelte Arbeitsbedingungen
  • Verbot ausbeuterischer Kinderarbeit
  • umweltschonender Anbau
  • Schutz natürlicher Ressourcen
  • Bezahlung von Fairtrade-Mindestpreis und Prämie
  • Nachweis über Waren- und Geldfluss

In Deutschland gibt es bereits über 900 „Fairtrade-Towns“. Weitergehende Informationen zum Thema finden sich im Internet unter www.fairtrade-deutschland.de.

Die Fairtrade-Steuerungsgruppe des Kreises Borken setzt sich unter anderem aus Fachleuten der Kreisverwaltung Borken, der Kreispolitik, des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), von Volkshochschule sowie der kreisangehörigen Kommunen zusammen.

Ansprechpartnerin beim Kreis Borken ist Caren Heidemann, Mitarbeiterin in der Kreisentwicklung. Sie ist bei Rückfragen erreichbar unter 02861/ 681-2476 oder per E-Mail an  c.heidemann@kreis-borken.de.