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Telenotarzt

Als einer der ersten Kreise in Nordrhein-Westfalen wird im Kreis Borken seit Januar 2021 der Telenotarzt-Dienst eingesetzt. Dies ist ein innovatives Konzept, das ein neues Tätigkeitsfeld der Notfallmedizin eröffnet.

Aufgaben des Telenotarztes

Das Telenotarzt-System unterstützt das vor Ort tätige Rettungsteam mit medizinischer Expertise und diagnostischem Wissen insbesondere zur Bewertung und Einordnung der akuten Erkrankung und/oder Verletzung. Der Telenotarzt leitet heilkundlliche Maßnahmen des rettungsdienstlichen Personals an der Einsatzstelle im Sinne der Delegation. Dies ermöglicht z. B. ein Schmerzmanagement durch rettungsdienstliches Personal unter der Aufsicht einer/eines TNA, für das bislang in der Regel die Anwesenheit ein Notarzt erforderlich war. Über die Ersteinschätzung und die unmittelbare Unterstützung an der Einsatzstelle hinaus kann der TNA während des Transportes die ärztliche Beratung und fachliche Unterstützung sicherstellen.

Der Kreis Borken schaltete sich bislang dazu bei der Telenotarzt-Zentrale des auf digitalen Lösungen im Rettungsdienst spezialisierten Unternehmens „umlaut telehealthcare“ in Aachen auf.

Zusammenschluss mit Kreisen und Städten

Im Januar 2023 hat der Kreis Borken gemeinsam mit dem Kreis Coesfeld, der Stadt Münster sowie den Kreisen Recklinghausen, Warendorf und Steinfurt eine Trägergemeinschaft für den Betrieb eines Telenotarztsystems gegründet. Damit werden zukünftig mehr als 150 Rettungswagen der benachbarten Kreise und der Stadt Münster telemedizinisch über die Telenotarzt-Zentrale in Münster unterstützt.

Ziel für das Jahr 2023/24 ist nun, das System flächendeckend im Kreis Borken zu etablieren. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die notwendige technische Umrüstung aller Rettungswagen im Kreis Borken.

Impressionen

Ihr Ansprechpartner

Ihr Ansprechpartner

Welche Unterstützung bietet der Telenotarzt?

Ein Telenotarzt (TNA) ist ein im Rettungsdienst eingesetzter Notarzt, der über Telekommunikation Sprach- und ggf. Sichtkontakt zu einem Rettungsmittel, dessen Besatzung und dem Notfallpatienten hat. Genutzt werden dafür alle verfügbaren in- und ausländischen Mobilfunknetze, die gebündelt zum Einsatz kommen. Telenotärzte erhalten sämtliche verfügbare therapierelevante Informationen, die neben den verbalen Schilderungen zum Zustand von Patienten auch die aktuell übertragenen Daten (Vitalparameter und Echtzeitkurven) der eingesetzten medizintechnischen Geräte umfassen. Auf diese Weise kann der Telenotarzt die Einsatzkräfte durch medizinische Beratung, gemeinsame Findung einer Diagnose und durch die Delegation therapeutischer Maßnahmen unterstützen. Somit kann in bestimmten Situationen auf den Einsatz eines vor Ort tätigen Notarztes verzichtet bzw. der Zeitraum bis zu dessen Eintreffen vor Ort überbrückt werden. Ziel von Telenotarzt-Systemen ist es, am Einsatzort tätige Notfallsanitäter dabei zu unterstützen, die Behandlung optimal durchzuführen. Dies erfolgt im Rahmen von Beratungen und Delegationen. Ein TNA stellt dabei keinen Ersatz für Einsätze mit erkennbarer Notwendigkeit eines Notarztes vor Ort dar. Im Fall von lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen wird weiterhin ein Notarzt zur Einsatzstelle fahren. Durch den Einsatz von TNA kann eine Notfall-Therapie dann aber bereits vor Eintreffen des Notarztes beginnen. Die Tätigkeit der TNA folgt 24 Stunden an sieben Tage in der Woche von einer Telenotarzt-Zentrale aus, die künftig in der Leitstelle der Stadt Münster eingerichtet wird. Die technischen Systemkomponenten eines Telenotarzt-Systems bestehen einerseits aus der stationären und mobilen Fahrzeugtechnik, kompatibler Medizintechnik (z. B. EKG-Gerät), der Telenotarzt-Zentrale mit entsprechender Logistik und Hardware sowie andererseits der Software des Telenotarzt-Systems.

Aktuelles über das Telenotarzt-System

Das Projekt 5G-Telerettung

Ziel des Verbundprojektes ist es, die Möglichkeiten der Diagnostik und ggf. Therapie im Rahmen des Einsatzspektrums des Telenotarztes auf Basis der Potenziale, die der 5G-Mobilfunkstandard bietet, deutlich zu erweitern.

Dies kann – bei gleichzeitiger Entlastung knapper Notarztressourcen – die notärztliche Versorgung gerade im ländlichen Raum nachhaltig verbessern. Denn: Aufgrund der Auswirkungen des demographischen Wandels, zunehmender Krankenhausspezialisierung und durch den Wegfall der Notarztgestellung am Standort Stadt Vreden gerät die prähospitale Versorgung von Notfällen zunehmend unter Druck.

Wachsende Bevölkerungsanteile höheren Alters lassen eine steigende Zahl an Primärrettungseinsätzen erwarten, verbunden mit einer wachsenden Nachfrage nach Rettungsdienstressourcen. Die räumliche Spezialisierung der Krankenhausstandorte führt allgemein zu einer wachsenden Zahl an Krankentransporten und erhöht insbesondere die Anforderungen an die präklinische Diagnostik und Versorgung.

Logo 5G-Telerettung
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