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Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine meldepflichtige, virusbedingte Tierseuche, die von blutsaugenden Mücken der Gattung Culicoides (Gnitzen) auf alle Wiederkäuer (Schafe, Ziegen, Rinder, Wildwiederkäuer und Neuweltkameliden) übertragen werden kann.
Die Gnitzen können, je nach Witterungsbedingungen, Strecken bis zu 150 km zurücklegen.
Eine Gefahr für Menschen und andere Tiere besteht nicht! Der Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten ist vollkommen unbedenklich.

Die Tierseuche stammt ursprünglich aus Afrika und hat sich weltweit verbreitet. In Europa gibt es seit 2006 immer wieder Ausbrüche in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Serotypen. Insgesamt sind 24 Serotypen bekannt, die teilweise zu schweren Erkrankungen bei den empfänglichen Tierarten führen.

Der aktuell verbreitete Serotyp 3 verursacht schwere Erkrankungen in Schafbeständen. Rinder sind in der Regel nur mit milden Symptomen betroffen und Ziegen scheinen bisher nicht sehr empfindlich zu sein. Typische Symptome vor allem bei Schafen sind hohes Fieber und eine Schwellung der Mundschleimhäute sowie der Zunge. Bei Rindern kommt es in erster Linie zu einem Milchrückgang und gelegentlich werden Lidschwellungen und Verfärbungen der Zitzenhaut beobachtet.

Bereits in früheren Jahren war Deutschland von einer Infektion mit dem Serotyp 8 stark betroffen. In den Jahren 2006 - 2009 kam es zu zahlreichen, teilweise schweren Erkrankungen und nachdem Deutschland von 2012 bis 2018 offiziell frei von dieser Tierseuche war, traten zwischen 2019 und 2021 erneut Blauzungenfälle mit dem Serotyp 8 in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf. Der letzte Ausbruch wurde am 03.02.2021 in Rheinland-Pfalz festgestellt.
Nach einem aufwendigen Tilgungsprogramm wurde Deutschland am 01.06.2023 von der EU Kommission in Gänze kurz wieder als amtlich BTV seuchenfrei anerkannt.

Seit Anfang September 2023 wurden erste Fälle eines neuen Seuchengeschehens mit einer Blauzungeninfektion vom Serotyp 3 in den Niederlanden bekannt. Der erste bestätigte Fall in NRW lag am 13.10.2023 bei einem Schaf im Kreis Kleve vor.

Somit ist NRW bisher als einziges Bundesland nicht mehr amtlich BTV-.seuchenfrei. Dies führt zu erheblichen Verbringungsbeschränkungen für alle empfänglichen Tierarten. Während innerhalb NRWs die Tiere aus nicht gesperrten Betrieben ohne Einschränkungen transportiert werden können, gibt es sowohl bei Transporten in andere Bundesländer als auch bei Transporten in andere EU-Staaten einige Auflagen zu beachten. Diese sind in der vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz zur Verfügung gestellten Übersicht zu entnehmen (s. Downloads).

Für Schlachttiere sind diese Auflagen bereits bekannt – für Nutz- und Zuchttiertransporte laufen derzeit noch Verhandlungen mit den anderen Bundesländern sowie auf Ebene des BMEL mit den anderen Mitgliedstaaten.

Da es sich bei der Blauzungeninfektion um eine meldepflichtige Tierseuche handelt, ist jeder Fall eines verdächtigen Krankheitsbildes beim zuständigen Veterinäramt (Fachbereich Tiere und Lebensmittel des Kreises Borken, Tel. 02861/681-3866 Herr Dr. Kerkhoff oder 02861/681-3824 Frau Geuking) zu melden.

Für Untersuchungen im Verdachtsfall oder zum Ausschluss der Tierseuche und für Verbringungsuntersuchungen sind die Hinweise der NRW-Untersuchungsämter vom 23.10.2023 zu beachten (s. Downloads).

Dokumente zum Herunterladen

Weitere Informationen zu verschiedenen Tierseuchen