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Gesundheit + psychosoziale Versorgung Geflüchteter

Angesichts der schlimmen und belastenden Erfahrungen, die die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Ukraine möglicherweise mitbringen, ist das Wichtigste, den Ankommenden einen „sicheren Ort“ zu bieten.

Angebote im Kreis Borken

Wenn die Flüchtlinge einen Ort haben, an dem sie in einem angstfreien und möglichst „normalen Klima“ zur Ruhe kommen können, und auf Menschen treffen, die ihnen wohlgesonnen sind, kann dem Strukturverlust durch Heimatverlust, Flucht und der daraus folgenden Verunsicherung entgegengewirkt werden.

Für die Kinder und Jugendlichen ist dabei die verlässliche Bindung zu ihren Eltern oder anderen vertrauten Bezugspersonen der wichtigste Schutz. Nicht jedes schlimme Ereignis entwickelt sich zu einem Trauma! Äußere Sicherheit und verlässliche Strukturen sind die erste Stufe einer gezielten Unterstützung.

Im zweiten Schritt kann eine zielgerichtete Diagnose zu angemessenen weiteren Maßnahmen führen.

Beratungsangebote

Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Eltern

Caritasverband Borken e.V.
46325 Borken, Turmstraße 14
Tel.: 02861/9456

Caritasverband Ahaus und Vreden e.V.
48691 Vreden, Kirchplatz 10, Tel.: 02564/396280
48691 Vreden, Alstätter Straße 8, Tel.: 02564/1545
48599 Gronau, Friedrichstr. 13, Tel.: 02565/2424

Caritasverband Bocholt e.V.
46399 Bocholt, Nordwall 44-46
Tel.: 02871/25130
Hier stehen Fachkräfte aus den Bereichen Psychologie, Sozialpädagogik und Heilpädagogik zur Verfügung.

Die Inanspruchnahme der Beratungsstellen ist kostenlos.
Die Beratungsstellen sind offen für Ratsuchende, unabhängig von Weltanschauung, Religionszugehörigkeit oder Nationalität.
Auf Wunsch arbeiten sie auch mit Kindergärten, Schulen, Ärzten oder anderen Kontaktpersonen und Institutionen zusammen.
Bei Bedarf vermitteln die Beratungsstellen an andere Fachdienste weiter.

Die Beratungsstellen haben besondere Schwerpunkte. Die Beratungsstelle des Caritasverbandes Borken hat sich z.B. interkulturell geöffnet und ist für die Belange von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte qualifiziert. Die Beratungsstelle in Ahaus hat einen eigenen Fachdienst Integration und Migration im Haus.
Alle bieten konkrete Hilfe und Beratung für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an.

In vielen Familienzentren finden zudem Sprechstunden der Beratungsstellen statt.
In einigen Kommunen bieten die Beratungsstellen offene Sprechstunden an.

Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL)

Die EFL-Beratungsstellen im Kreis Borken arbeiten multiprofessionell und unterstützen erwachsene Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen, unabhängig von Familienstand, Nationalität und Religionszugehörigkeit.

Beratungsstellen bestehen in Ahaus, Borken und Bocholt:

  • Ahaus: Stadtwall 11, 48683 Ahaus, Tel.: 02561/40161
  • Borken: Freiheit 20, Altes Kloster Gemen, 46325 Borken, Tel.: 02861/66011
  • Bocholt: Neutorplatz 1, 46395 Bocholt, Tel.: 02871/183808

Die Inanspruchnahme der Beratungsstellen ist kostenlos.

Die Beratungsstellen sind auch bereit, in einzelne Gruppen zu bestimmten Themen, wie z. B. „Umgang mit traumatisierten Menschen“, „Selbstfürsorge im ehrenamtlichen Engagement“ o. ä. zu kommen.

Psychologische Familienberatungsstelle der Diakonie

Hörster Str. 5, 48599 Gronau, Tel.: 02562/70111-0

Allgemeiner Soziale Dienst (ASD) der Jugendämter im Kreis Borken

Der ASD der Jugendämter im Kreis Borken verfügt über eine große Bandbreite von Hilfearten. Diese Hilfearten werden konkret auf jeden Einzelfall angewandt, um eine notwendige und geeignete Hilfeform für jede Problemlage zu finden.

Im Kreis Borken gibt es Jugendämter der Städte:

  • Ahaus: Stadt Ahaus, Fachbereich Jugend, Rathausplatz 1, 48683 Ahaus, Tel.: 02561/720
  • Bocholt: Stadt Bocholt, Fachbereich Jugend, Familie, Schule und Sport, Kaiser-Wilhelm-Straße 77, 46395 Bocholt, Tel.: 02871/953623
  • Borken: Stadt Borken, Fachbereich Jugend und Familie, Im Piepershagen 17, 46325 Borken, Tel.: 02861/9390
  • Gronau: Stadt Gronau, Jugendamt, Parkstraße 1, 48599 Gronau, Tel.: 02562/12-0

    Sie sind jeweils für die Menschen in ihrem Stadtgebiet zuständig.


Für alle übrigen Städte und Gemeinden im Kreis Borken ist das Kreisjugendamt zuständig. Im ASD des Kreisjugendamtes Borken arbeiten über 20 Sozialarbeiter/innen bzw. Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen. Der ASD des Kreisjugendamtes verteilt sich flächendeckend auf drei Nebenstellen, die jeweils die einzelnen Städte und Gemeinden bedienen.

Einen zentralen Knotenpunkt bildet die Kreisverwaltung in Borken:

Fachbereich Jugend und Familie
Tel.: 02861/681-1467
E-Mail: fb-jugend@kreis-borken.de

Zudem gibt es folgende Nebenstellen:
Nebenstelle Gescher
Gartenstraße 10
48712 Gescher
Tel.: 02861/681-1480
Zuständig für die Kommunen: Gescher, Heiden, Velen und Reken

Nebenstelle Rhede
Bahnhofstraße 21
46414 Rhede
Tel.: 02861/681-1490
Zuständig für die Kommunen: Isselburg, Raesfeld und Rhede

Nebenstelle Stadtlohn
Josefstraße 17
48703 Stadtlohn
Tel.: 02861/681-1470
Zuständig für die Kommunen: Heek, Legden, Schöppingen, Stadtlohn, Südlohn und Vreden

„Elterntelefon“

Ein „Elterntelefon“ ist unter der Rufnummer 0800/111 0 550 erreichbar.

„Nummer gegen Kummer“

Kinder und Jugendliche können sich zudem selbst jederzeit an die „Nummer gegen Kummer“ 116 111 wenden.

Regionale Schulberatungsstelle des Kreises Borken

Schulen sind „sichere Orte“. Daher haben sie eine wichtige Funktion bei der Herstellung von Normalität, zumal die geflüchteten Kinder im schulpflichtigen Alter auch in ihrer Heimat schulische Erfahrungen gemacht haben und ihnen die schulischen Abläufe vertraut sind. Derzeit bereiten sich Schulen auf die Aufnahme von Flüchtlingskindern vor.

Die Fachkräfte aus der Regionalen Schulberatungsstelle des Kreises Borken helfen bei dieser Vorbereitung mit. So werden derzeit im Rahmen des „Arbeitskreises Krisenprävention und -intervention“ Mitglieder schulischer Teams für Beratung, Gewaltprävention und Krisenintervention aus derzeit 70 Schulen im Kreis Borken zum Thema „Umgang mit Kindern und Jugendlichen in Zeiten von Sorge um Bedrohung durch Krieg“ fortgebildet. Hier wird auch der Umgang mit Geflüchteten thematisiert.

Darüber hinaus können die Fachkräfte der Regionalen Schulberatungsstelle weitere Hinweise insbesondere für den Bereich der Schule geben. Auf der Website der Beratungsstelle gibt es die Broschüre „Schule als sicherer Ort“ zum kostenlosen Download. In dieser wird die Aufnahme und der Umgang mit Geflüchteten thematisiert.

Gerne stehen die Fachkräfte auch kurzfristig für weitere Fragen zur Verfügung:
Telefon: 02861 / 681 1414
E-Mail: schulberatung@kreis-borken.de
Website:www.rsb-borken.de

Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes Borken

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Kreisgesundheitsamtes Borken leistet im Rahmen seines Auftragsspektrums kreisweit psychosoziale Unterstützung, so auch für Menschen aus Migrationszusammenhängen (wie schon bei der Flüchtlingskrise 2015/16)

Kreis Borken, Fachbereich Gesundheit
Burloer Str. 93 in 46325 Borken,
Ansprechpartnerin: Reinhild Wantia
Tel.: 02861/861 6007
E-Mail: r.wantia@kreis-borken.de

Erstkontakt: Hildegard Hagedorn
Tel.: 02861/681 5811
E-Mail: h.hagedorn@kreis-borken.de

Dieser Dienst gibt zudem folgende Hinweise:

Akute Belastungsreaktionen sind zu erwarten und treten wahrscheinlich aktuell bei vielen Geflüchteten auf. Fachlich ist zu differenzieren, welche Unterstützung die betroffenen Menschen in Bezug auf die jüngsten Kriegserlebnisse so kurz nach ihrer Ankunft in Deutschland tatsächlich brauchen. Dies erfordert nicht immer sofortige professionelle Hilfe. Folgende Unterscheidungen sind zu treffen:

  • Für Menschen, die bereits vor dem Krieg psychisch erkrankt und in Behandlung waren, sollte man die Fortsetzung ihrer Behandlung sicherstellen (mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst und dem ambulanten, klinischen wie komplementären Versorgungssystem, intensiv vernetzt im Sozialpsychiatrischen Verbund des Kreises Borken).
  • Grundsätzlich sollte der Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zunächst durch einen sicheren äußeren Rahmen und das Herstellen von möglichst viel Normalität im Alltag (soweit unter diesen Umständen möglich) entgegenwirkt werden.
  • Für die Gruppe der Flüchtlinge, die bereits unter PTBS-Symptomatik leiden, sollte die Psychosoziale Notfallversorgung und Akuthilfe greifen. (Hierzu gehören die Angebote der LWL-Trauma-Ambulanzen).
  • Zeitweise brauchen auch eher die Helfenden Hilfe, weil sie nicht wissen, wie sie mit den geschilderten belastenden Erlebnissen umgehen sollen bzw. das damit verbundene Leid selber bewältigen müssen (dann unterstützt intern z.B. die Psychosoziale Unterstützung der Feuerwehr - PSU).

Frauenberatungsstellen/ Frauenhaus/ Frauenschutzwohnung/ Weisser Ring e.V.

Frauen und Kinder sind auf der Flucht und bei der Unterbringung in Deutschland einem erhöhten Risiko von Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung und Menschenhandel ausgesetzt.

In folgenden Einrichtungen gibt es im Kreis Borken in diesen Fällen Hilfe und Unterstützung:

Frauenberatungsstelle/Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt
02561/3738
info@frauenfuerfrauen-ahaus.de

Frauen-Gewaltberatung des Caritasverbandes Bocholt
02871/40194
frauenhaus@caritas-bocholt.de

Frauenschutzwohnung Gronau
02562/817340
frauenschutzwohnung@skf-gronau.de

Weisser Ring e.V., Außenstelle Kreis Borken
02542/954119
vogeshaus-ewald@mail.weisser-ring.de

Opferschutzbeauftragte der Kreispolizeibehörde Borken (nach erfolgter Erstattung einer Strafanzeige)
02861/9005504
02861/9005505
kk_kp_o.borken@polizei.nrw.de

Hier stehen überregionale Hilfsangebote bereit:

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000116016, www.hilfetelefon.de
Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: 0800 22 55 530, www.anrufen-hilft.de
Hilfetelefon für Schwangere in Not: 0800 40 40 020, www.geburt-vertraulich.de

Es stehen qualifizierte Fachkräfte als Ansprechpersonen bereit. Die Beratungen sind anonym und kostenlos.

Psychosoziale Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer

Wichtige Anlaufstellen könnten zudem die Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer sein, die infolge der Flüchtlingslage 2015 entstanden, aber noch nicht flächendeckend anzutreffen sind. Einen Überblick gibt es dazu online unter: www.baff-zentren.org. Die nächstgelegenen Ansprechpartner sind in Münster anzutreffen:

Refugio Münster – Psychosoziale Flüchtlingshilfe
Hafenstr. 3-5
48153 Münster
Tel.: 0251/144 86 31
E-Mail: info@refugio-muenster.de
Website: www.refugio-muenster.de

Kommunales Integrationszentrum des Kreises Borken

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Borken hat bereits rund 50 Sprachmittler/innen geschult und weitere angesprochen, die ehrenamtlich etwa bei Erstkontakten unterstützen können. Das Angebot ist für Einrichtungen (u.a. Schulen, Kitas, Träger der Kinder- und Jugendhilfe) kostenfrei. Hinweis: Aber keine Prozessbegleitung oder laufende medizinisch-sprachliche Unterstützung!

Tel.: 02861/681-4377
E-Mail: sprachmittlerpool@kreis-borken.de
Website: www.bildungskreis-borken.de/sprachmittler

Weitere Angebote

  • Gesundheit für alle: Mehrsprachiger Wegweiser durch das deutsche Gesundheitswesen:
    https://gesundheit-mehrsprachig.de/
  • Mehrsprachige Gesundheitsinformationen des Landeszentrum Gesundheit NRW:
    Gesundheitsinformationen in verschiedenen Sprachen können den Zugang zum deutschen Gesundheitssystem erleichtern und Informationen zur Gesundheitsförderung, Prävention, Gesundheitsversorgung und einzelnen Erkrankungen, die in der Migrationsarbeit besonders relevant sind, vermitteln: Dies geschieht mit Printmedien, wie zum Beispiel Flyern und Broschüren, aber auch textreduziert über Bilder und Grafiken sowie in mehrsprachigen Internetseiten oder kurzen Filmsequenzen. Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen hat solche qualitätsgeprüften, verschiedensprachigen Gesundheitsinformationen als Unterstützung für die Arbeit im Bereich Migration und Gesundheit gesammelt.
  • Frühe Hilfen beraten Familien aus der Ukraine:
    Die bundesweiten kommunalen Anlaufstellen der Frühen Hilfen beraten auch Schwangere und junge Familien aus der Ukraine. Darauf weist das Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) auf seiner Website unter https://www.elternsein.info/alltag-mit-kind/hilfe-ukraine/fruehe-hilfen-beraten-familien-aus-der-ukraine-ua/ auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch hin.
  • Plattform Frühe Hilfen und Flucht des NZFH:
    Mit der neuen Plattform Frühe Hilfen und Flucht unterstützt das NZFH Fachkräfte und Freiwillige in den Frühen Hilfen, die aus der Ukraine oder anderen Regionen geflüchtete Familien mit kleinen Kindern beraten und begleiten. Die Plattform enthält verschiedene kostenfreie Angebote wie digitale Sprechstunden und ein Telefon-Dolmetsch-Angebot. Zudem gibt es weiterführende Informationen unter anderem zu Fortbildungsangeboten und FAQs. Die Plattform ist abrufbar unter https://www.fruehehilfen.de/plattform-fruehe-hilfen-und-flucht/. Träger und Einrichtungen, die die Landingpage des NZFH online bewerben möchten, finden dort auch Vorlagen zum Herunterladen.

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