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Wie spreche ich mit Kindern über Krieg?

Die Auswirkungen des Krieges auf unsere Kinder - Wie spreche ich mit meinen Kindern über den Krieg in der Ukraine? Wie kann ein kindgerechter altersangemessener Austausch gelingen? Wie kann Kindern erklärt werden, was da aktuell in der Ukraine passiert?

Die aktuelle Situation

Stand: April 2022

Täglich werden wir durch die Medien mit schrecklichen Situationen aus dem Krieg in der Ukraine konfrontiert. Die Bilder von hilflosen, verletzten und verzweifelten Menschen, die bewegenden Interviews mit Personen, die vor den Trümmern ihrer Heimat stehen oder sich auf der Flucht befinden, lassen uns oft nicht mehr los, machen uns Sorgen, führen zu Gefühlen wie Trauer, Verunsicherung und sogar Wut. Die aktuellen Nachrichten aus der Ukraine gehen auch nicht an unseren Kindern unbemerkt und spurlos vorbei. Viele von ihnen sind verunsichert, formulieren Ängste und können abends nicht einschlafen. Die meisten Eltern würden die tragischen Bilder vom Krieg vor ihren Kindern gerne fernhalten. Dennoch werden unsere Kinder auch außerhalb der Familie, in der Schule, im Freundeskreis, im Sportverein oder auch unbeabsichtigt, in dem sie Gespräche Erwachsener zufällig aufschnappen, mit dem Kriegsgeschehen konfrontiert. Die Kinder haben dann oft Fragen und wünschen sich von ihren Eltern, aber auch von erwachsenen Bezugspersonen (wie z. B. Erzieherinnen und Erziehern, Kindertagespflegepersonen, Lehrkräften usw.) Antworten.

Unser Rat: Nehmen Sie ihre Kinder in diesen Situationen ernst, sprechen Sie mit ihnen über den Krieg!

Konkrete Tipps

  • Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Kindertagespflegepersonen und Lehrkräfte sollten mit Kindern auf altersgerechte Weise über die Fakten sprechen und nicht versuchen, die Situation zu beschönigen. Dabei sollte man aber nicht ausführlich über belastende Details sprechen. Je jünger Kinder sind, desto besser ist es, wenn vertraute Menschen, wie Eltern, Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten, Kindertagespflegepersonen oder Klassenlehrkräfte, mit ihnen sprechen und nicht fremde Personen, womöglich gar vermeintliche Fachleute.
  • Bleiben Sie dabei bei den Fakten und beteiligen Sie sich nicht an Spekulationen. Wenn Sie etwas nicht wissen, sagen Sie, dass Sie es nicht wissen (aber sich ggf. kundig machen und dann die Information weitergeben werden).
  • Kinder und Jugendliche benötigen die „3Z’s“:
    Zeit, Zuwendung und Zutrauen. Bezugspersonen können hiermit das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln durch Zeit und Gelegenheiten, im sicheren Rahmen über ihre Ängste und Sorgen berichten zu können,  geduldiges und verständnisvolles Zuhören, Zutrauen in eigene Fähigkeiten und Problemlösekompetenzen durch positive Handlungen, die Krise zu bewältigen, aber auch Zutrauen, dass den Menschen geholfen wird
  • Der gewohnte Alltag mit seinen Strukturen und vertrauten Routinen wie das Besuchen von Freundinnen und Freunden oder der Schul- und Vereinsbesuch sind eine große Chance, Halt, Sicherheit und Orientierung zu bieten. Sorgen Sie als Bezugspersonen gemeinsam dafür, dass der gewohnte Tagesablauf bestehen bleibt, die Kinder regelmäßige und gesunde Mahlzeiten einnehmen und ausreichend Schlaf erhalten.
  • Erwachsene müssen die Aufgabe bewältigen, die eigenen Emotionen zu kontrollieren: Eigene Ängste, Mitleid oder auch Empörung sind starke Gefühle. Notwendig ist aber, die eigenen Gefühle nicht auf die Kinder zu übertragen. Unsichere Erwachsene verstärken die mögliche Verunsicherung der Kinder.
  • Die Erwachsenen sollten auf Befindlichkeiten der Kinder eingehen: Schon das Benennen der Gefühle hilft. Warum stellt das Kind Fragen? Was ist die Befindlichkeit dahinter? Es hilft, über Gefühle zu sprechen, ohne dass die Erwachsenen auf alles eine Antwort haben. Wichtig ist die Botschaft: „Ich höre dir zu, du kannst mit mir sprechen, wir informieren uns gemeinsam!“
  • Um das Sicherheitsgefühl der Kinder zu stärken, sollte sachlich über die Gefährdung in Deutschland gesprochen werden. Dies kann je nach Ereignis, um das es geht bzw. je nach „Nähe“ des Ereignisses, unterschiedlich sein. Je nach Alter kann das Thema ggf. im Unterricht aufgegriffen und hier versachlicht werden. Gute Medienberichte können dabei als Anschauungsmaterial herangezogen werden. Auch hier ist es Aufgabe der Erwachsenen, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen und panikmachende Berichte herauszufiltern bzw. je nach Altersstufe diese als solche zu benennen (Stichwort: Medienkompetenz).
  • Für Kinder kann ein proaktiver Umgang mit ihren Sorgen, Emotionen oder Fragen hilfreich sein. Das kann in Form von Kreativangeboten, Spendenaktionen o. ä. umgesetzt werden. Das Gefühl „ich kann etwas tun/helfen“ gibt ebenfalls Sicherheit und Kontrolle.

Umgang mit geflüchteten Kindern

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