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Anonymen Spurensicherung „ASS“

Im St. Agnes Hospital Bocholt bitten Sie mit dem Codewort „ANNA“ um eine Anonyme Spurensicherung (ASS), auch, wenn Sie in Ihrer aktuellen Situation noch keine Anzeige erstatten möchten.

Was ist die Anonyme Spurensicherung (ASS)?

Bei körperlicher Gewalt, einer Vergewaltigung oder sexuellem Missbrauch gibt es oft keine Zeugen oder Zeuginnen. Darum ist es wichtig, für ein späteres Verfahren Spuren zu sichern.

Unabhängig davon, ob Sie nach der Tat Anzeige erstatten möchten oder nicht, empfehlen wir dringend, alle Spuren – selbst leichte Verletzungen – so schnell wie möglich ärztlich untersuchen zu lassen. Um mögliche DNA-Spuren zu sichern, ist es wichtig, nicht zu duschen und die getragene Kleidung mitzubringen..

Um nicht sofort über eine Anzeige entscheiden zu müssen, gibt es das Angebot, Spuren anonym zu sichern und zehn Jahre lang gerichtsfest zu lagern. Das St. Agnes-Hospital Bocholt führt die Anonyme Spurensicherung „ASS“ durch. Sie haben somit weniger Zeitdruck, zu entscheiden, ob Sie tatsächlich Anzeige erstatten oder nicht. Bei Bedarf können Sie fachlichen Rat einholen und durch Gespräche mit Vertrauenspersonen herausfinden, ob und wann Sie eine Anzeige erstatten wollen.

Wie läuft das Verfahren der Anonymen Spurensicherung „ASS“ ab?

Sie melden sich im St.Agnes-Hospital und bitten mit dem Codewort „ANNA“ um eine Anonyme Spurensicherung (ASS). Das Krankenhaus hält ein Spurensicherungsset bereit.

Wenn eine Person aus Ihrem sozialen Umfeld eine Gewalttat oder Sexualstraftat erleiden musste, begleiten Sie diese Person zur medizinischen Untersuchung. Wenn Sie selbst betroffen sind, bitten Sie eine Vertrauensperson darum, Sie zu begleiten.

Falls aktuell keine Vertrauensperson für Sie verfügbar sein sollte, können Sie in dem hier aufgeführten Krankenhaus um psychosoziale Unterstützung bitten. Ihnen wird dann eine dafür ausgebildete Person zur Seite gestellt.

Sie unterschreiben eine Erklärung, dass Sie eine Anonyme Spurensicherung (ASS) und eine Lagerung der Spuren für zehn Jahre wünschen. Davon erhalten Sie eine Kopie. Bitte bewahren Sie diese gut auf.

Der Untersuchungsbericht verbleibt im Krankenhaus. Die gesicherten Spuren werden mit einer Chiffre-Nummer versehen und im Institut für Rechtsmedizin in Düsseldorf gelagert.

Wenn Sie sich innerhalb der nächsten zehn Jahre für eine Strafanzeige entscheiden, weisen Sie die Polizei auf die ASS hin. Die Polizei leitet dann die weiteren notwendigen Schritte ein.

Wenn sie innerhalb von zehn Jahren keine Anzeige erstatten, werden Ihre gesicherten Spuren vernichtet.

Anzeige erstatten: ja oder nein?

Die Entscheidung für oder gegen eine Anzeige ist für die meisten Betroffenen einer Straftat schwierig. Bitte nehmen Sie sich Zeit, niemand soll Sie in eine Richtung drängen oder beeinflussen.
Wenn Spuren gesichert wurden liegen objektive Beweise vor, die Hinweise auf die Tat geben.

Wenn der Täter/ die Täterin der betroffenen Person unbekannt ist, spricht das nicht gegen eine Anonyme Spurensicherung. Sie kann sogar dazu beitragen, die unbekannte Person zu identifizieren.

Beratungsstellen informieren auch über Strafprozesse und bieten (psychosoziale) Prozessbegleitung an. Ein persönliches Gespräch können Sie jederzeit telefonisch oder per E-Mail vereinbaren.

Wo bekomme ich Hilfe?

Medizinische Hilfe

St. Agnes-Hospital Bocholt 
Barloer Weg 125 
46397 Bocholt
Telefon: 02871 – 200
Codewort: Anna

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“

0 80 00/11 60 16

www.hilfetelefon.de

Die hier genannten Institutionen unterstützen und informieren Sie. Die MitarbeiterInnen der Beratungsstellen unterstützen alle betroffenen Menschen. Sie bieten alltagsorientierte Hilfen zur Stärkung der eigenen Wahrnehmung und Sicherheit an, unabhängig davon, ob Betroffene eine Anzeige erstatten möchten oder nicht.

Gewalt und sexualisierte Gewalt hat viele Formen. Wir empfehlen allen Betroffenen, medizinische, therapeutische und rechtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Hintergrundinformationen

In Kooperation mit dem „Runden Tisch GewAlternativen“ im Kreis Borken und der Unterstützung des Landes NRW wurde die Anonyme Spurensicherung (ASS) nach einer Gewalttat im Kreis Borken möglich gemacht.

Wir danken allen beteiligten Institutionen für ihr Engagement im Verfahren der Anonymen Spurensicherung.