Fahrradfreundlicher Kreis
Das Radfahren ist im Westmünsterland bei Alt und Jung gleichermaßen beliebt. In wohl kaum einer Region wird so viel Rad gefahren wie im Kreis Borken. Überdurchschnittlich viele Menschen nutzen das Fahrrad sowohl im Alltagsverkehr als auch in der Freizeit.
Radfahren im Westmünsterland
Der Kreis Borken unternimmt viel, um das Radfahren attraktiver und sicherer zu gestalten. Zu nennen sind hier vor allem:
- Verkehrserziehungsarbeit in Kindergärten und Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei, Wettbewerb "Könner auf zwei Rädern", Verkehrsmobil, Fahrradprüfungen, Praxisschulungen für Pedelec-Nutzer ab 55+
- Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW: www.agfs-nrw.de
- Fietsenbusse: mobil mit Bus und Fahrrad durch den Kreis Borken - vollständiges Netz verbindet alle Städte und Gemeinden für den Freizeitverkehr am Wochenende
- Fahrradstationen in Bocholt und Gronau
- Fahrradfreundlicher Arbeitgeber
- Dienstfahrrad, Teilnahme an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit"
- Radsport: Isselburg - grenzüberschreitende Runde von Gendringen, Bocholt - Rund um den Gaskessel, Stadtlohn - Nachtuhlenrennen
Im Jahr 2026 wird der Sparkassen Münsterland Giro bereits zum 20. Mal ausgetragen. Die Strecken der Leezen-Cups und des Profirennens führen - immer im Wechsel - durch die Münsterlandkreise Steinfurt und Warendorf bzw. Borken und Coesfeld. Zielankunft ist jedes Jahr vor dem Schloss in Münster.
Für die Zukunft hat sich der Kreis Borken zum Ziel gesetzt, das Radfahren noch mehr zu fördern, um
- die Mobilität für alle Alters- und Personengruppen zu verbessern,
- die Gesundheit zu stärken,
- die touristische Attraktivität und den Freizeitwert der Region zu erhöhen,
- die Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge zu senken und
- die Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen.
Radverkehrskonzepte und -planungen
Der Kreis Borken beschäftigt sich derzeitig intensiv mit dem Thema Velorouten. Das Veloroutenkonzept mit 47 Routen wurde am 13.06.2024 beschlossen. Durch die sukzessive Umsetzung entsteht ein Netz, das die Städte und Gemeinden im Kreis Borken optimal verbindet. Hierbei arbeitet der Kreis Borken nicht isoliert, sondern im Verbund mit den Kreisen Steinfurt, Coesfeld, Warendorf und der Stadt Münster, damit ein zusammenhängendes Veloroutennetz im gesamten Münsterland entsteht.
Der Kreis Borken hat seine Velorouten sowie die Planungen zur Radschnellverbindung zur Berücksichtigung in den Bedarfsplänen für Radschnellverbindungen und das Radvorrangnetz des Landes NRW gemeldet.
2023 fand eine Mobilitätsuntersuchung mit Betrachtung der Nutzersegmente und Potenziale im Radverkehr statt. Kern der Mobilitätsanalyse waren die Auswertungen über die Nutzungsanteile der Verkehrsmittel ("Modal-Split"). Dabei fällt besonders der Fahrradnutzeranteil von 32 % auf, der die hohe Bedeutung des Radverkehrs im Kreis Borken unterstreicht.

Radwegeneubau
Für den Radwegeneubau und für die Unterhaltung werden jährliche Investitionen von bis 1,5 Mio. € getätigt. Die kontinuierliche Radwegkontrolle und umgehende Beseitigung festgestellter Schäden sowie Wartung und Pflege der Radwegweisung (unabhängg von der Straßenbaulast) finden bereits langjährig statt.

Informatives zum Herunterladen
- Fahrradforum_Trends_Marktentwicklung.pdf8,95 MB
- BOR_Fahrradforum_oeffentlich.pdf2,42 MB

Regio.Velo
Mit dem Radschnellweg RS2 soll im Rahmen der Regionale 2016 zwischen Isselburg an der niederländischen Grenze über Bocholt, Rhede, Borken, Velen und Gescher bis nach Coesfeld im Herzen des westlichen Münsterlandes die optimale Infrastruktur für schnellen Radverkehr entstehen: ein großzügiger und komfortabler Radweg mit getrennten Fahrspuren für beide Richtungen soll die Orte an der Strecke weitgehend kreuzungsfrei miteinander verbinden.



